Fernmessung des Windes

Lidarverfahren werden schon seit vielen Jahren für die Fernmessung von Luftverunreinigungen sowie verschiedener meteorologischer Parameter, wie zum Beispiel Feuchte, Windgeschwindigkeit und Wolkenhöhen, eingesetzt. Der besondere Vorteil der Lidarverfahren („Light Detection And Ranging“) besteht darin, dass sie ortsaufgelöste, berührungslose Messungen in beliebige Richtungen ermöglichen. Es wird je nach Einsatzzweck ultraviolettes, sichtbares oder infrarotes Licht zur Sondierung verwendet.

Die Norm DIN ISO 28902-3:2019-04 beschreibt ein Verfahren zur Messung des atmosphärischen Windes. Festlegungen, die in der Norm getroffen wurden, werden zum Beispiel im Energiemarkt zur Ermittlung der Windkraftausbeute oder für Routinemessungen von Windprofilen an meteorologischen Messstationen verwendet. Die Inhalte der Norm können ebenfalls für die Überwachung von Luftverschmutzungen oder das ­industriellen Risikomanagement herangezogen werden.

Interessant ist die Norm für Anwender von Dauerstrich-(CW)-Doppler-Lidargeräten sowie Institute, die die Konformität der Systeme prüfen und zertifizieren. DIN ISO 28902-3 liefert aber ebenso Hinweise für die Hersteller von Lidargeräte.