Hauptinhalt

Sicherheit und Schutz durch gutes Hören

Unsere Ohren übernehmen im Alltag viele wichtige Aufgaben. Sie warnen uns vor einer nahenden Gefahr, verschaffen uns Orientierung und ermöglichen uns die Kommunikation mit unserer Umwelt. Die Leistungsfähigkeit unserer Ohren und somit unseres Hörvermögens wird häufig überschätzt. Deshalb sollte man auch bereits bei geringfügigen Anzeichen eines nachlassenden Hörvermögens rechtzeitig einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt zur Abklärung aufsuchen. Eine schnelle Unterstützung bietet der Hörgeräteakustiker bei der Durchführung von Hörtests. In vielen Fällen schafft ein Hörgerät Abhilfe.

Die akustischen Kenndaten von Luftleitungs-Hörgeräten am menschlichen Ohr können erheblich von den nach Normen ermittelten Kenndaten abweichen, weil die menschlichen Ohren andere akustische Einflussfaktoren besitzen. Für eine Hörgeräteanpassung sind deshalb Messverfahren bedeutend, die die akustischen Schallankopplungsverhältnisse und die akustischen Einflüsse der Hörgeräteträger auf die Übertragungseigenschaften von Hörgeräten berücksichtigen. Unter einer angekoppelten Schallquelle sind zum Beispiel Ohrhörer, Hörgerätehörer sowie deren Schlauchverbindungen oder ein direkt in die Otoplastik eingebauter Lautsprecher zu verstehen. Otoplastiken sind Formpassstücke für Hörhilfen und werden beim Hörgerätakustiker verwendet.

Die jetzt überarbeitete Norm DIN EN 61669 enthält Begriffsbestimmungen, die bei der Messung der akustischen Kenndaten von Hörgeräten am menschlichen Ohr verwendet werden. Sie stellt Richtlinien für die Verfahren und die Angabe von Ergebnissen auf und gibt wesentliche, vom Hersteller entsprechender Messgeräte anzugebende Kennwerte vor. Außerdem beschreibt sie Toleranzen für die Einstellung und die Messung von Schalldruckpegeln.

Zweck dieser Norm ist es sicherzustellen, dass Messungen von Kenndaten eines Hörgeräts an einem menschlichen Ohr an beliebigen Orten und auch mit anderen Messgeräten reproduziert werden können.